Superpunk
Einmal Superpunk, bitte!
L´age D´or 2004

Da sind sie wieder, die "Top Old Boys" aus Hamburg. Während ihr Erstlingswerk "A bisserl was geht immer" noch ein wenig rumpelig daherkam, trafen Superpunk mit "Wasser Marsch" genau den Nerv der Zeit, und katapultierten sich damals schnell in so ziemlich jeden Gehörgang der hiesigen Studenten- und Indieszene. Der rotzige Mix aus Punkrock und Soul, und Hits wie "Neue Zähne für mein Bruder und mich" garantierten volle Tanzflächen, und brachten die heimischen Clubs ordentlich zum Kochen! Nun liegt nach 3 Jahren ihr neues Machwerk vor. "Einmal Superpunk, bitte!". Das Rumpelige, kantige ist verschwunden, die Liebe zum Soul geblieben. Alles ist sehr glatt und gut produziert. Man muss sich erst mal ganz schön gewöhnen. An einen neuen Sound, an eine neue Richtung. Aber das geht viel schneller als man zunächst denkt! Denn auch wenn Sie sich musikalisch deutlich von ihren Vorgängern abhebt, hat diese Platte trotzdem wieder diesen ganz eigenen Superpunk Charme. Hört man das Album, denkt man unweigerlich an Hamburg, an verrauchte Bars, an Bier, an Curtis Mayfield, an The Jam, an die nächste Nacht im Club, in der man mindestens "Ich weigere mich aufzugeben" und "Wenn du wieder rauskommst" hören möchte und an die kommenden Sommernächte zusammen mit den Kumpels, der Süßen oder mit sich selbst, aber ganz bestimmt mit dieser Platte. Gute Aussichten. Einmal kaufen, bitte! Danke!

Review: möhre

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